Crying Wolf's Ridgebacks
Die Löwenjäger aus dem Bayerischen Wald

Züchten heißt... Verantwortung zu tragen

Wir haben eine Familienzucht, das heißt wir haben nur dann Babys, wenn die Vitalität unserer Hunde das Züchten zulässt und wir genügend Zeit für eine optimale Betreuung und Prägung der Welpen haben. 

 

Wir sind Züchter, die in einem Verband züchten, der zwar nicht dem VdH angeschlossen ist, aber wir „unterwerfen“ uns trotzdem rigorosen Zuchtvorschriften. So wird nicht einfach jede Hündin zur Zucht zugelassen, die halbwegs so aussieht wie es der Rassestandard vorschreibt. In der Zuchtordnung steht z.B. ab welchem Alter die Hunde frühestens zuchttauglich geschrieben werden können, wie viele Würfe eine Hündin max. bekommen darf, sie gibt Zuchtpausen vor usw. Unser Verein kann für einzelne Tiere eine Zuchtsperre aussprechen, wenn diese z.B. Defekte vererben oder er kann sogar eine Zuchtsperre für den gesamten Zwinger anordnen, sollten die Tiere dort nicht artgerecht gehalten werden. Jeder Hund muss die geltenden Gesundheitstests vorweisen, bei den Ridgebacks sind das HD / ED  / OCD Untersuchungen und der Gentest auf  JME um die zukünftigen Generationen gesund zu erhalten. Wir machen freiwillig, zusätzlich noch viele weitere Test und Untersuchungen (Herzultrashall, Augenuntersuchung, Dilution D, Hämophilie B und die Degenerative Myelopathie nur als Beispiel genannt, abgesehen davon lassen wir ein vollständiges DNA Profil unsere Hunde erstellen)um die Rasse vor Erbkrankheiten zur schützen. Ebenso müssen wir als Züchter über Seminare erlangte Sachkundenachweisen und Schulungen vorweisen. Unsere Zuchtstätte wurde vom Zuchtwart eingehend geprüft und abgenommen. Dies ist war u.a. mit Umbaumaßnahmen an Garten und Haus verbunden. 

Auch bei der Wahl des Rüden liegt nach meiner Auffassung eine große Verantwortung auf unseren Schultern. Der Mister Right sollte nicht nur genetisch passend, sondern auch charakterlich passend zur Hündin sein. 

Ist man Vollzeit berufstätig, ist die Welpenaufzucht kaum zu bewältigen. Ich bin froh, dass ich halbtags im Homeoffice arbeiten kann, denn nicht nur in den Tagen rund um die Geburt möchte ich 24 Stunden für meine Hündin und später auch für die Welpen da sein. Ist die erste Zeit überstanden, hört die Rund-um-die-Uhr-Betreuung natürlich nicht auf. Ich als Züchter trage die Verantwortung dafür, dass die Welpen und auch die Mutterhündin hochwertig, abwechslungsreich, ausgewogen und ausreichend gefüttert werden.  Das mehrmals tägliche Säubern der Wurfbox ist mir wichtig, denn nur eine gute Hygiene beugt Krankheiten vor. Später bin ich dann auch für das Beschäftigen und Fördern der Welpen zuständig. Schließlich möchte ich meine Welpen bestens auf das Leben in der neuen Familie vorbereiten und dies passiert nicht, wenn die Kleinen abgeschieden und „behütet“ nur in einem Nebenraum aufwachsen, wo sie weder eine Geschirrspülmaschine noch einen Fernseher hören und sehen. Welpenfrühförderung beinhaltet das Kennenlernen vieler alltäglicher Situationen, sodass die Kleinen im besten Fall immer gelassen reagieren, wenn sie etwas neues entdecken. Wir kümmern uns außerdem um den ersten Tierarzt Besuch, die Welpen werden gechipt, geimpft, entwurmt, dem Tierarzt vorstellt und der Wurf wird vom Zuchtwart abgenommen.    

Das alles kostet sehr viel Geld und noch mehr Zeit ABER ich züchte aus LEIDENSCHAFT und mir liegen ausserdem die vielen so extrem wichtigen Gespräche mit Euch Welpeninteressenten am Herzen um auch Eure Leidenschaft für die wundervolle Rasse zu wecken.

Versteht ihr jetzt, warum für mich Züchten heißt,  Verantwortung zu tragen?